217. Infanterie-Division

Identifier
RH 26-217
Language of Description
German
Dates
1 Jan 1939 - 31 Dec 1943
Level of Description
Collection
Languages
  • German
Source
EHRI Partner

Extent and Medium

Schriftgut

59 Aufbewahrungseinheiten

2,5 laufende Meter

Creator(s)

Biographical History

Geschichte des Bestandsbildners

Die organisationsgeschichtlichen Angaben und Unterstellungsübersichten sind aus dem Werk von Georg Tessin, "Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939 - 1945", Bd. 8, Seite 82-83, Frankfurt/Main und Osnabrück, 1966 ff. übernommen.

  1. Infanterie-Division

(WK I, E 346 Allenstein, sp. Ortelsburg)

17.8.1939 zunächst als Übungs-Division; seit 26.8.1939 als Division 3. Welle durch Landwehr-Kdr. Allenstein im WK I:

Inf. Rgt. 311 I.-III durch Ausb. Leiter Bartenstein

Inf. Rgt. 346 I.-III. durch Ausb. Leiter Orteisburg 2

Inf. Rgt. 389 I.-III. durch Ausb. Leiter Allenstein 2

Art. Rgt. 217 I.-IV.

Div. Einheiten 217.

Am 23.11.1939 wurden die 4., 8. und 12. Kp. der drei Inf. Rgter. in MG-Kpn. umgewandelt, dann die 15. (Pi.) Kpn. abgegeben; da die Division für Polen als Besatzung bestimmt war, stellte sie IV. (Feldrekruten-)Btle. bei den Inf. Rgtern. auf; diese Btle. wurden bei der Verlegung in den Westen aufgelöst; auch verlor die Division Dezember/Januar (bis auf die III. Abt.) ihre gesamte Artillerie (Rgts. Stab als Stab/Art. Rgt. 241 (161. ID), I. Abt. als III./222 (181. ID), II. Abt. als I./228 und die IV. Abt. zur 256. ID); der Stab/Art. Rgt. 217 wurde am 16.3.1940 aus Stab/Art. Rgt. z. b. V. 707, die I. und II. Abt. am 1.4.1940 durch die Art. Abt. 754 und 755 ersetzt; die IV. Abt. kehrte zur Division zurück. Am 1.1.1941 wurde die Aufkl. Abt. bis auf eine Radf. Aufkl. Schwadron reduziert; im Winter 1942/43 wurden III./311, I./346 und III./389 aufgelöst. Die Division bestand also aus:

Gren. Rgt. 311 I., II

Gren. Rgt. 346 II., III.

Gren. Rgt. 389, I., II.

Füs. Btl. 217

Art. Rgt. 217 I.-IV.,

als sie am 2.11.1943 aufgelöst und mit den Resten von zwei anderen Divisionen zur Korps-Abt. "C" zusammengelegt wurde. Zu dieser traten über: Stab/Gren. Rgt. 389 als Div. Gruppe 217, II./311 als Rgts. Gruppe 311 und II./389 als Rgts. Gruppe 389, das Feldersatz-Btl. 217, das Füs. Btl. 217, die III./Art. Rgt. 217 (als I./217 im Art. Rgt. 219) und Teile des Pi. Btls. 217 (als 219). Dagegen wurde der Div. Stab mit Nachr. Abt. und Versorgungs-Einheiten sowie den Stäben Gren. Rgt. 311 (als Gren. Rgt. 911), I./311, Art. Rgt. 217, IV./217 nach dem Westen in den Raum St. Omer verlegt und am 14.12.1943 in den Stab der 349. Inf. Div. (21. Welle) umbenannt, Kleinere Teile kamen zu anderen Divisionen, die II./Art. Rgt. 217 wurde II./Art. Rgt. 208.

Unterstellung:

1939

Sept.: z. Vfg.; 3. Armee; Nord; Osten; Polen

Nov.: XXXV; Grz. Abschn. Mitte; Osten; Polen

1940

Jan./Apr.: XXXV; Grz. Abschn. Mitte; Osten; Polen

Mai: z. Vfg.; OKH; Westen; Soest

Juni: I; 4.Armee; "B"; Westen; Nordfrankreich

Juli/Aug.: XXVI; 18. Armee; Osten; Ostpreußen

Sept./Dez.: XXVI; 18. Armee; "B"; Osten; Ostpreußen

1941

Jan./Apr.: XXVI; 18. Armee; "B"; Osten; Ostpreußen

Mai: II; 16. Armee; "C"; Osten; Ostpreußen

Juni/Juli: XXVI; 18.Armee; Nord; Osten; Riga, Reval

Aug./Sept.: XXXXII; 18. Armee; Nord; Osten; Balt. Inseln

Okt./Dez.: XXVI; 18. Armee; Nord; Osten; Oranienbaum

1942

Jan./April: XXVI; 18. Armee; Nord; Osten; Oranienbaum

Mai/Dez.: XXVIII; 18. Armee; Nord; Osten; Leningrad

1943

Jan./Feb.: XXVIII; 18. Armee; Nord; Osten; Leningrad

März/Juli: XXXVIII; 18. Armee; Nord; Osten; Wolchow

Aug.: z. Vfg.; 16. Armee; Nord; Osten; Nordrußland

Sept.: z. Vfg.; Nord; Osten; Nordrußland

Okt.: LIX; 4. Pz. Armee; Süd; Osten; Kiew

Nov.: siehe Korps-Abt.; "C"

Divisionsgruppe 217 * 2.11.1943 aus den Resten der 217. Inf. Div. (WK I): Stab aus Rgts. Stab/Gren. Rgt. 389, Rgts. Gruppe 311 aus II./311 und Rgts. Gruppe 389 aus II./389, 13. und 14. Kp. aus 13. und 14./346; mit Vfg. vom 27.7.1944 sollte die Div. Gruppe in Gren. Rgt. 311 der aus der Korps-Abt. "C" zu bildenden 183. Inf. Div. umbenannt werden; die Vfg. blieb unausgeführt, da die Korps-Abt. nach Zerschlagung bei Brody im Juli 1944 aufgelöst worden war.

G: Rgts. Gruppe 311 1-4, Rgts. Gruppe 389 1-4, 13, 14

U: Korps-Abt. "C": 1943 Kiew, "Hube"-Kessel, Brody

Anmerkung:

Die Unterstellungsverhältnisse sind (nach den "Schematischen Kriegsgliederungen") jeweils nur für einen Stichtag pro Monat angegeben; im Einzelnen:

1940

  1. Juni, 21. Juli, 1. Aug., 13. Sept., 7. Okt., 7. Nov., 12. Dez.

1941

  1. Jan., 10. Feb., 12. März, 5. Apr., 1. Mai, 5. Juni, 1. Juli, 7. Aug., 3. Sept., 2. Okt., 4. Nov., 4. Dez.

1942

  1. Jan., 6. Feb., 10. März, 5. Apr., 11. Mai, 8. Juni, 4. Juli, 5. Aug., 2. Sept., 8. Okt., 5. Nov., 1. Dez.

1943

  1. Jan., 3. Feb., 4. März, 9. Apr., 1. Mai, 1. Juni, 7. Juli, 5. Aug., 5. Sept., 4. Okt., 8. Nov., 3. Dez.

1944

  1. Apr., 15. Mai, 15. Juni, 15. Juli, 31. Aug., 16. Sept., 13. Okt., 5. Nov. (26. Nov.), (31. Dez.)

1945 19. Feb., 1. März, 12. Apr., 7. Mai

Die "Schematischen Kriegsgliederungen" setzen erst mit dem 8. Juni 1940 ein; aus dem ersten Vierteljahr 1944 fehlen sie.

Scope and Content

Geschichte des Bestandsbildners

Wie die Kriegstagebücher (KTB) aller anderen Verbände und Dienststellen des Heeres waren auch die KTB der Divisionen vom Mobilmachungstag (26. August 1939) an das Heeresarchiv Potsdam abzugeben, wo sie eine Zugangssignatur erhielten (anfangs getrennt nach Kriegsschauplätzen: P für Polen, W für Westen; nach Beendigung des West- und des Norwegenfeldzuges aber nur nach laufender Nummer) und in dieser Reihenfolge eingelagert, dann aber systematisch nach den KTB-führenden Stellen und Abteilungen in Eingangslisten erfasst wurden. Diese Listen (so genannte "Potsdam-Listen") sind erhalten geblieben. Aus ihnen geht hervor, dass noch bis Anfang bzw. Mitte 1944 Kriegstagebücher von Divisionen beim Heeresarchiv eingegangen sind. Jedoch sind die Kriegstagebücher, die später als Mitte oder Ende 1943 in Potsdam eingingen, offenbar nicht mehr in die Zweigstelle Liegnitz ausgelagert und mit allen anderen Beständen, die sich noch in Potsdam befanden, beim Brand des Heeresarchivs im April 1945 vernichtet worden. Weitere Aktenverluste, die nur zum Teil durch Ersatzakten aus Doppelüberlieferungen aufgefüllt werden konnten, waren bereits beim Brand in der Kriegswissenschaftlichen Abteilung des Generalstabs des Heeres im Februar 1942 entstanden. Die nach Liegnitz ausgelagerten Divisionsbestände gelangten mit einem Evakuierungszug Anfang 1945 nach Thüringen, wo sie im April 1945 von amerikanischen Truppen erbeutet und über Frankfurt/Main in die USA gebracht wurden. Dort wurden sie nochmals erfasst und - mit Ausnahme der Quartiermeister-Unterlagen - verfilmt. Ab 1962 erfolgte die Rückgabe an die Bundesrepublik Deutschland. Die Unterlagen kamen zunächst in die Dokumentenzentrale des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes, von wo sie nach deren Auflösung Anfang 1968 in die Abteilung Militärarchiv gelangten.

Akten aus der Vorkriegszeit sind bei den Infanterie-Divisionen nur in drei Ausnahmefällen in größerer Zahl überliefert: - 7., 10. und 17. Inf.Div.; diese drei Divisionen waren im Wehrkreis VII (München), bzw. im später (1937) eingerichteten, ebenfalls bayerischen Wehrkreis XIII (Nürnberg) beheimatet. Für beide Wehrkreise muss etwa Anfang 1941 eine Aktensammelaktion befohlen worden sein, ohne dass hierüber Näheres bekannt geworden wäre. Unbekannt ist auch, wo sich die Aktensammelstelle befand, in der amerikanische Truppen 1945 mehrere tausend Akten von Stäben, Truppenteilen und Dienststellen mit bayerischen Standorten aus der Zeit 1919 bis 1941 erbeuteten. Dieses Schriftgut wurde nach der Rückgabe aufgeteilt; Divisionsakten kamen in die Bestandsgruppe RH 26. Von diesen drei Ausnahmen also abgesehen, ist aus den Vorkriegsjahren praktisch nichts vorhanden; Gleiches gilt für das bei den einzelnen Abteilungen der Divisionsstäbe außerhalb der Kriegstagebuch-Unterlagen angefallene Routine-Schriftgut.

In den einzelnen Rückgaben waren enthalten:

  • Sept. 1962: 1.-6. Division

  • März 1963: 7.-18. Division

  • Juli 1963: 19.-23. Division

  • März 1964: 24.-34. und 73. bis 79. Division

  • Juli 1964: 35.-72. und 81. Division

  • März 1964: 82.-100. Division

  • Sept. 1965: 101.-125. Division

  • Mai 1966: 126.-212. und 215.-217. Division

  • Juli 1966: 213. Sich. Division

  • Dez. 1966: 218.-295. Division

  • Mai 1967: 296.-383. Division, 999. le. Afrika-Division, Div. Brandenburg

  • Okt. 1967: 384.-719. Division und Division 905

ferner: Div. Dormagen, Inf.Div. Großdeutschland, Sturm-Div. Rhodos,

Div.Gruppe Rossi, Div. von Broich/Div. von Manteuffel

In den "Guides to German Records Microfilmed at Alexandria/Virginia" sind Kriegstagebücher von Infanterie-Divisionen wie folgt erfasst:

  • Guide Nr. 41: Divisionen 1-5 (Nachträge in Guide Nr. 63)

  • Guide Nr. 45: Divisionen 6-9 (Nachträge in Guide Nr. 63)

  • Guide Nr. 63: Nachträge Divisionen 1-9, Divisionen 10-21

  • Guide Nr. 64: Divisionen 22-57

  • Guide Nr. 65: Divisionen 58-96

  • Guide Nr. 66: Divisionen 97-114

  • Guide Nr. 67: Divisionen 116-137

  • Guide Nr. 68: Divisionen 141-187

  • Guide Nr. 69: Divisionen 189-218

  • Guide Nr. 70: Divisionen 221-255

  • Guide Nr. 71: Divisionen 256-291

  • Guide Nr. 72: Divisionen 292-327

  • Guide Nr. 73: Divisionen 328-369

  • Guide Nr. 74: Divisionen 370-710

  • Guide Nr. 64: Divisionen 22-57

  • Guide Nr. 76: Divisionen 712-719, 999, Pz.Gren.Div. Brandenburg, Sturm-Div.

Rhodos, Div. von Broich/von Manteuffel, Div. Dormagen,

Div.Gruppe Rossi, Pz.Gren.Div. Großdeutschland, Pz.Gren.Div.

Feldherrnhalle

Das Aktenmaterial aus Potsdam bzw. Liegnitz, das etwa 95 bis 98% der Bestände ausmacht, wird ergänzt durch Beuteschriftgut vom westlichen Kriegsschauplatz, das in den USA zumeist "Pseudo-Potsdam-Nummern" ab 70.000 erhalten hat, sowie durch Einzelakten aus anderen in den USA zum Teil unter Sachbetreffen gebildeten Schriftgutgruppen (z.B. „EAP") und durch Abgaben aus Privathand, darunter auch Nachkriegs-Ausarbeitungen der Operational History (German) Section der Historical Division der US-Army/Studiengruppe Wehrmachtführung und Heer.

Die Gliederung des Aktenmaterials ist stets die gleiche:

  • Stammtafeln (mit organisationsgeschichtlichen Angaben auch zu den Divisionseinheiten)

  • Abteilung Ia (Führungsabteilung; auch Ausbildungsangelegenheiten)

  • Abteilung Ic (Feindaufklärung, Spionage- und Sabotageabwehr, Truppenbetreuung)

  • Abteilung IIa/IIb (Adjutantur: Personalwesen)

  • Abteilung Ib (Quartiermeister) mit den Unterabteilungen

III (Gericht)

IVa (Intendant)

IVb (Div.Arzt)

IVc (Div.Veterinär)

IVd ev./kath. (Div. Geistliche)

  • Kommandant des Div.Stabsquartiers (nur im ersten Kriegsjahr)

  • Sonstige Unterlagen

Bestandsbeschreibung

Ia: KTB von Juni 1941 (Anlagen ab Sept. 1939) bis Ende Feb. 1942.

Ib: KTB von Mitte Mai bis Juni 1940 und von Juni 1941 bis Ende Feb. 1942.

Ic: TB von Juni 1941 bis Ende Feb. 1942.

IIa: TB von Mitte Aug. 1939 bis Ende Feb. 1942.

Erschliessungszustand

Vollständig erschlossen

Zitierweise

BArch RH 26-217/...

Related Units of Description

  • Verwandtes Archivgut im Bundesarchiv

  • Bestände:

  • RH 7 (OKH / Heerespersonalamt, darin Verleihungsvorschläge und Verleihungslisten)

  • PERS 15 (Verfahrensakten von Gerichten der Reichswehr und Wehrmacht)

  • MSG 3 (Sammlung von Verbandsdruckgut)

  • Literatur

  • Guides to German Records Microfilmed at Alexandria/Va. Washington 1958 ff., Bd. 69

  • Held, Walter: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg. Eine Bibliographie der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur. 5 Bde. Osnabrück 1978 ff.

  • Tessin, Georg: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939-1945. 20 Bde. Osnabrück 1967 ff.

This description is derived directly from structured data provided to EHRI by a partner institution. This collection holding institution considers this description as an accurate reflection of the archival holdings to which it refers at the moment of data transfer.