Kahle, Hans
Web Source
Extent and Medium
Nachlässe
18 Aufbewahrungseinheiten
0,0 laufende Meter
Creator(s)
- Kahle, Hans, 1936-1950
Scope and Content
Geschichte des Bestandsbildners
KPD (1928); Vors. des Freien Radio Bundes Deutschlands (1931-1933); Emigration Frankreich (1933-1935); Spanischer Bürgerkrieg (1936-1938); Emigration England (1939-1946), Mitglied der KPD-Leitung und Mitbegründer der Bewegung "Freies Deutschland"; Chef der Polizei in Mecklenburg/Vorpommern (1946-1947)
Bestandsbeschreibung: Persönliche Dokumente; Ausarbeitungen, Korrespondenzen und Materialsammlungen, wie Befehle, Meldungen, Flugblätter und Zeitschriften, aus seinem Einsatz im Spanischen Bürgerkrieg und aus der Emigration in England; Arbeitsmaterialien aus seiner Tätigkeit als Polizeichef
Bestandsbeschreibung
KPD (1928); Vors. des Freien Radio Bundes Deutschlands (1931-1933); Emigration Frankreich (1933-1935); Spanischer Bürgerkrieg (1936-1938); Emigration England (1939-1946), Mitglied der KPD-Leitung und Mitbegründer der Bewegung "Freies Deutschland"; Chef der Polizei in Mecklenburg/Vorpommern (1946-1947)
Bestandsbeschreibung: Persönliche Dokumente; Ausarbeitungen, Korrespondenzen und Materialsammlungen, wie Befehle, Meldungen, Flugblätter und Zeitschriften, aus seinem Einsatz im Spanischen Bürgerkrieg und aus der Emigration in England; Arbeitsmaterialien aus seiner Tätigkeit als Polizeichef
1899, 23. Apr. in Berlin geboren
1913 nach Besuch der untersten Klassen eines Realgymnasiums Eintritt in das Kadettenkorps
1917 - 1918 als Fähnrich und Leutnant Teilnahme am 1. Weltkrieg
1918 französische Kriegsgefangenschaft; erste Berührung mit Sozialisten
1920 Demobilisierung und Aufnahme der Lehre als Kaufmann und Besuch einer Handelshochschule
1921 Arbeit in Mexiko als kaufmännischer Angestellter Beginn seiner journalistischen Tätigkeit Einführung in den Marxismus durch Prof. Alfons Goldschmidt
1927 Rückkehr nach Deutschland und Besuch der Volkshochschule in Berlin
1928 Eintritt in die KPD, Mitarbeit im Freien Radio Bund Deutschlands, dessen Vorsitzender er von 1931 - 1933 war
Aufbau der Wochenzeitschrift "Arbeiter-Sender"
1933 nach kurzer illegaler Tätigkeit Emigration in der Schweiz und Frankreich, wo er als freier Journalist an Publikationen der Roten Hilfe und als Redakteur des "Tribunals" arbeitete
1935 - 1936 Aufenthalt in Moskau
1935 von der Internationalen Roten Hilfe nach Spanien delegiert zur Organisierung einer einheitlichen Hilfsaktion für die politischen Gefangenen des asturischen Aufstandes
1936, Frühjahr Rückkehr nach Paris
1936, Okt. mit dem ersten Transport deutscher Freiwilliger nach Spanien, arbeitete im Organisationskomitee der Internationalen Brigaden und kommandierte nacheinander das erste deutsche Bataillon "Edgar André", die XI. deutsche Brigade sowie die 17. und 45. (internationale) Division der spanischen Volksarmee
1938, Dez. nach Auflösung der Internationalen Brigaden Rückkehr nach Paris.
1939 Ausweisung aus Frankreich und Emigration in England
1939, Aug. Leitungsmitglied der deutschen Parteigruppe der KPD
1940 Internierung
1941 nachdem er in der Zwischenzeit in ein Internierungslager nach Kanada deportiert worden war, wieder Entlassung, arbeitete nach seiner Entlassung als Journalist, u. a. als militärischer Korrespondent des "Daily Worker" und Mitarbeiter der "Times" und "Marine"
1943 Mitglied der Exekutive der Freien Deutschen Bewegung in England
1946, 1. Feb. Rückkehr nach Deutschland, wo er kurze Zeit in der Kaderabteilung der Landesleitung der KPD in Schwerin arbeitete.
1946, 17. März Ernennung zum Chef der Polizei des Landes Mecklenburg/Vorpommern
1947, 1. Sept. in Ludwigslust verstorben
Inhaltliche Charakterisierung
1.1 Bestandsgeschichtliche Angaben
In den Jahren 1959 - 1967 gelangten zahlreiche Materialien aus der Tätigkeit von Hans Kahle als Bataillons-, Brigade- und Divisionskommandeur in den Internationalen Brigaden in Spanien 1936 - 1939 sowie einige Schriftstücke aus seiner Arbeit während der Emigration in England 1939 - 1946 in den Besitz des Zentralen Parteiarchivs der SED. Sie wurden zur Verfügung gestellt von seiner Frau, von Ludwig Renn, von Schürmann u. a.. Aus diesen Dokumenten, es handelt sich um Teile des schriftlichen Nachlasses, wurde der Bestand Hans Kahle gebildet.
Die Mehrheit der darin enthaltenen Instruktionen, Meldungen, Befehle, Korrespondenzen, Flugblätter, Zeitschriften, Broschüren, Karten, Skizzen, Meßtischblätter sind in spanischer, einige in englischer, französischer, italienischer und nur ein geringer Teil in deutscher Sprache abgefasst. Vielen spanisch geschriebenen Schriftstücken liegen kurze Inhaltsangaben bei. Sie wurden 1965 angefertigt.
1.2 Archivische Bearbeitung
Die Grobsichtung des ersten 1959 übergebenen Teiles des Bestandes erfolgte noch im gleichen Jahr. Eine dabei vorgenommene Ordnung der Druckschriften nach Broschüren, Zeitschriften, Zeitungsausschnitten, Flugblättern und Karten konnte bei der Bearbeitung des Bestandes Ende 1963 beibehalten werden. Als unbrauchbar und die Zusammenhänge zerreißend erwies sich jedoch die Ordnung der Meldungen, Befehle, Instruktionen usw. nach Bataillonen, Brigaden und Divisionen. Diese Schriftstücke betreffen, wenn auch von verschiedenen Dienststellen und Truppenteilen verfasst, jeweils gleiche Kampfhandlungen. Sie wurden im Prozess der Bearbeitung 1963 chronologisch gereiht. Der damit erreichte Ordnungszustand war vermutlich schon einmal vorhanden. Die entstandene Reihenfolge der mit Blaustift auf zahlreichen Dokumenten geschriebenen Nummern deuten darauf hin.
Die in den Jahren 1964 - 1967 dem ZPA in größerer Zahl zugegangenen Dokumente und Materialien zur Ergänzung des Bestandes wurden in den Monaten Dez. 1965 - Jan. 1966, Juni 1967 eingearbeitet. Außerdem erfolgte im Zusammenhang mit der ersten Bestandsergänzung eine Umordnung zahlreicher Dokumente sowie eine Neuformierung der Gliederung und einiger Aktentitel.
Die Verzeichnung erfolgte nach Akteneinheiten.
Eine größere Anzahl Bilder, die Tätigkeit Hans Kahles in den Internationalen Brigaden betreffend, wurden an das Bildarchiv des ZPA abgegeben.
Gegenwärtig umfasst der Bestand Hans Kahle 17 Akteneinheiten.
Bei Veröffentlichungen ist wie folgt zu zitieren: Stiftung Archiv der Parteien und Massenorganisationen der DDR im Bundesarchiv, NY 4024/1, Kurzform: BArch NY 4024/1 (Beispiel für die Ziteriung der Akte mit der Nummer 1).
Umfang, Erläuterung
17 AE
Zitierweise
BArch NY 4024/...