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        <titleproper>Entschädigungs- und Restitutionsangelegenheiten, Vermögensverkehrsstelle</titleproper>
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        <publisher>Österreichisches Staatsarchiv–Archiv der Republik</publisher>
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      <unittitle encodinganalog="3.1.2">Entschädigungs- und Restitutionsangelegenheiten, Vermögensverkehrsstelle</unittitle>
      <physdesc encodinganalog="3.1.5">Papier, 1.586 Kartons.</physdesc>
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      <p><![CDATA[Description made by Francesco Gelati on the basis of the www.ns-quellen.at website.]]></p>
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      <p><![CDATA[Die Vermögensverkehrsstelle (vgl. GBlÖ Nr. 139/1938), eine der zentralen Arisierungs- und Vermögensentziehungsbehörden, die Zweigstellen in der Steiermark, in Niederösterreich und in Tirol unterhielt, enthält hauptsächlich Akten zur Vermögensanmeldung, zu Arisierungen und Liquidationen (Abwicklungen). 
Kt. 1–183 Vermögensanmeldungen (als eigener Bestand verzeichnet, siehe unter "Vermögensverkehrsstelle, Vermögensanmeldungen"). Achtung: Die Kartonnummern entsprechen nicht mehr der aktuellen Zählung, die Akten wurden umgeschachtelt.
Kt. 184–241 Gewerbe: Arisierungsakten
Kt. 242–243 Gewerbe allgemein 
Kt. 244–330 Handel: Arisierungsakten
Kt. 331–363 Industrie: Arisierungsakten (durch eine Kartei erschlossen, hier ist eine im Zuge der Arbeiten der Österreichischen Historikerkommission erstellte provisorische elektronische Fassung in Form einer Excel-Tabelle vorhanden)
Kt. 364–560 Liegenschaften: Arisierungsakten 
Kt. 561–743 Statistik: Arisierungsakten (Die Herkunft der Bezeichnung "Statistik" ist unbekannt, hier finden sich viele Akten, die ursprünglich in den Abteilungen VVSt-Industrie, VVSt-Gewerbe, VVSt-Handel entstanden und entsprechenden jeweiligen Aktenzahlen enthielten, letztendlich jedoch unter der Signatur VVSt-Stat[istik] abgelegt wurden.)
Kt. 744–767 Verkehr: Arisierungsakten 
Kt. 768–770 Wirtschaftsschutz (Ansuchen/Anfragen zwecks Erwerb jüdischer Firmen in Österreich aus dem sogenannten Altreich, d.h. von außerhalb der Ostmark)
Kt. 771–807 Abwickler (chronologisch geordneter Bestand zur Verwertung jüdischen Vermögens, vor allem von Firmen; Abwickler waren Liquidatoren bzw. Treuhänder, die die Aufgabe hatten, die Forderungen der von ihnen verwalteten Firmen und Vermögenskomplexe hereinzubringen und die Außenstände abzudecken.)
Kt. 808–809 Kommissare 
Kt. 815–904 Kommissare und Treuhänder (Bestand zur Verwertung jüdischen Vermögens, vor allem von in Zwangsliquidation befindlichen Firmen)
Kt. 905–918 Rechtsakten (Hier finden sich Dokumente zu rechtlichen Fragen im Zusammenhang mit den Vermögensentziehungen – etwa in Bezug auf Patentrechte, Verkaufs- und Ausfuhrgenehmigungen, Gewerbeberechtigungen, Vermögensanmeldungen, Vertretungsansprüche und Ariseure, vor allem in den Kartons 912 und 913 geht es um Entlassungen von Arbeitern und Arbeiterinnen sowie Angestellten in der Privatwirtschaft in den Jahren 1938 und 1939. Die Akten sind nicht standardisiert und enthalten heterogene Informationen.)
Kt. 919–980 Abwickler Lac.[onia]-Käs Allgemein (Bestand zur Verwertung jüdischen Vermögens, vor allem von in Zwangsliquidation befindlichen Firmen – Laconia war eine der größeren Revisions- und Treuhandgesellschaften, die sowohl Buchprüfungen als auch treuhändische Verwaltungen und Liquidationen vornahm.)
Kt. 981–1.193 Abwickler für Lac.[onia]-Käs (Bestand zur Verwertung jüdischen Vermögens, vor allem von in Zwangsliquidation befindlichen Firmen – alphabetisch geordnet nach den Familiennamen jener Abwickler, die von der Fa. Laconia eingesetzt wurden. Die Familiennamen der Abwickler sind im Findbuch 06/3 aufgeführt.)
Kt. 1.194–1.273 Abwickler Donau (Bestand zur Verwertung jüdischen Vermögens, vor allem von in Zwangsliquidation befindlichen Firmen – alphabetisch geordnet nach den Familiennamen jener Abwickler, die von der Fa. Donau eingesetzt wurden. Die Familiennamen der Abwickler sind im Findbuch 06/3 aufgeführt.)
Kt. 1.274–1.280 Abwickler Donau, Wr. Neustadt (Bestand zur Verwertung jüdischen Vermögens, Raum Wiener Neustadt, Niederösterreich)
Kt. 1.281–1.364 Revisionsabwickler (Bestand zur Verwertung jüdischen Vermögens, vor allem von in Zwangsliquidation befindlichen Firmen, hier ist die Arbeit der Revisoren der abgeschlossenen Abwicklungen bzw. Liquidationen dokumentiert.)
Kt. 1.365–1.384 Anhang an die Vermögensverkehrsstelle (Bestand zur Verwertung jüdischen Vermögens, vor allem von in Zwangsliquidation befindlichen Firmen – hier finden sich im Findbuch zu den Kartons einige Stichworte, die auf Abwickler, aber auch auf abgewickelte Firmen bzw. Vermögenschaften und allgemeine Stichworte hinweisen, z.B. Kt. 1.365 "1. Abw. G. Dukes; 2. Entjudung", Kt. 1.370 "1. Abwicklungs-Schlußberichte; 2. Stift Klosterneuburg"; Kt. 1.374–1.376 enthalten Korrespondenzen der VVSt, Kt. 1.377 enthält einen Bericht zur Überprüfung der VVSt, Kt. 1.379–1.384 enthalten Material zum Personal der VVSt.)
Kt. 1.385–1.388: E-Wirtschaft
Kt. 1.389–1.396: Export (Material zu der als besonders bedeutsam eingestuften Exportwirtschaft, bzw. zu Arisierungen in diesem Bereich)
Kt. 1.397–1.400: Verkehr (Material zur Verkehrswirtschaft)
Kt. 1.401–1.404: Grüngasse (Hier findet sich Material zu einer großen Möbelverwertungsaktion: Möbel aus den Wohnungen vertriebener oder deportierter Juden, die noch nicht verwertet worden waren, wurden hier in einem Depot gesammelt und verwertet.)
Kt. 1.405–1.408: Korrespondenzen der VVSt
Kt. 1.409–1.412: Hausverwalter
Kt. 1.413–1.562: Diverse Materialien zu bestimmten Firmen (im Findbuch teilweise namentlich angeführt, darunter Kt. 1.543–1.547 zur Spediteurvereinigung)
Kt. 1.563–1.571: Kontrollbank (Hier finden sich die meisten Verträge, die die Kontrollbank im Zuge jener Arisierungen, die sie durchgeführt hat, abgeschlossen hatte, teilweise auch handschriftliche Konzepte zu den Vertragskonzeptionen. Der Bestand enthält auch Reste der Kontrollbank-Buchhaltung, in der die Auszahlungen an verfolgte Juden dokumentiert wurden, d.h. an Einzelpersonen, deren Vermögen die Kontrollbank im Zuge diverser Arisierungsvorgänge verwaltete, solange sie noch in Wien lebten.)
Kt. 1.572–1.573: Meldungen nach 1945 (Diese beiden Kartons enthalten Meldungen der Sammelstellen (vgl. BGBl Nr. 73/1957 und Entschädigungs- und Restitutionsangelegenheiten / Hilfsfonds [Hilfsfonds]), d.h. Kurzberichte zu einzelnen Arisierungsfällen, in denen es zu keinen Rückstellungen gekommen war. Diese Meldungen wurden im Zuge der Arbeiten der Österreichischen Historikerkommission in einer Excel-Datei erfasst.)
Kt. 1.574–1.586: Diverse Materien (darunter Kt. 1.576 "Sprengel des OLG Graz nach 1945, ungeordnet" und in Kt. 1.579–1.580 "Bericht an Herrn Staatssekretär 1955–1966").]]></p>
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      <p><![CDATA[Der Großteil ist numerisch geordnet, einzelne Teile sind jedoch alphabetisch abgelegt.]]></p>
    </arrangement>
    <bibliography encodinganalog="3.5.4">
      <p><![CDATA[Gertraud Fuchs: Die Vermögensverkehrsstelle als Arisierungsbehörde jüdischer Betriebe, Wien ,1989.
Alexander Mejstrik / Therese Garstenauer / Peter Melichar / Alexander Prenninger / Christa Putz / Sigrid Wadauer: Berufsschädigungen in der nationalsozialistischen Neuordnung der Arbeit. Vom österreichischen Berufsleben 1934 zum völkischen Schaffen 1938-1940, (Veröffentlichungen der Österreichischen Historikerkommission. Vermögensentzug während der NS-Zeit sowie Rückstellungen und Entschädigungen seit 1945 in Österreich, 16) Wien-München, 2004, S. 535–540, S. 555–563.
Ulrike Felber / Peter Melichar / Markus Priller / Berthold Unfried / Fritz Weber: Ökonomie der Arisierung. Teil 1: Grundzüge, Akteure und Institutionen. Zwangsverkauf, Liquidierung und Restitution von Unternehmen in Österreich 1938 bis 1960, Bänder 1 und 2, (Veröffentlichungen der Österreichischen Historikerkommission. Vermögensentzug während der NS-Zeit sowie Rückstellungen und Entschädigungen seit 1945 in Österreich, 10/1) Wien-München, 2004.]]></p>
    </bibliography>
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      <p><![CDATA[Personenbezogene Akten unterliegen dem Datenschutzgesetz.]]></p>
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    <otherfindaid encodinganalog="3.4.5">
      <p><![CDATA[Verschiedene Findmitteln. Siehe: http://www.ns-quellen.at/bestand_anzeigen_detail.php?bestand_id=17000104]]></p>
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    <acqinfo encodinganalog="3.2.4">
      <p><![CDATA[Vermögensverkehrsstelle.]]></p>
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          <unitid>17000204</unitid>
          <unittitle encodinganalog="3.1.2">Vermögensanmeldungen</unittitle>
          <physdesc encodinganalog="3.1.5">65.800 Mappen. Die Mappen füllen 183 Kartons.</physdesc>
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          <p><![CDATA[Description made by Francesco Gelati on the basis of the website http://www.ns-quellen.at/.]]></p>
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        <scopecontent encodinganalog="3.3.1">
          <p><![CDATA[Der Bestand enthält Akten zu Juden aus Wien, oft allerdings auch Mappen mit spärlichen Hinweisen auf andere mögliche Aufbewahrungsorte (etwa: "Akt abgetreten an Niederdonau"; zuweilen finden sich in ansonsten leeren Mappen auch Hinweise (Dienstzettel), dass Akten an die Zweigstelle der Vermögensverkehrsstelle in der Steiermark etc. abgetreten worden waren, auch an diverse Ministerien oder Ämter in Berlin).
Von den ca. 65.800 Mappen beziehen sich ca. 48.200 auf Personen (mit Angaben zum Geburtsdatum), davon befinden sich jedoch ca. 2.890 mit einem * gekennzeichnete Vermögensanmeldungen in aller Regel nicht im Österreichischen Staatsarchiv/Archiv der Republik, sondern in verschiedenen Landesarchiven: im Niederösterreichischen Landesarchiv (hier finden sich neben den niederösterreichischen Vermögensanmeldungen auch einige Vermögensanmeldungen aus dem Nordburgenland und einem kleinen Teil der ehemaligen Tschechoslowakei), im Steiermärkischen Landesarchiv (hier finden sich die Vermögensanmeldungen aus Kärnten und dem Südburgenland), im Salzburger Landesarchiv und im Oberösterreichischen Landesarchiv.
Die Akten enthalten in der Regel ein Formular, das persönliche Daten enthält sowie nach Vermögenskategorien (Land- und Forstwirtschaftliches Vermögen, Immobilienvermögen, Firmenvermögen, Vermögen aus Wertpapieren (Aktien, Anleihen etc.), Forderungen, Geldguthaben bei Banken, Bargeld, Versicherungen, Einkommen und Pensionen (kapitalisiert), Mobilien (Schmuck, Kunstwerke, Autos etc.) und schließlich Schulden gegliedert ist. 
Die Akten enthalten auch Hinweise auf Veränderungen des Vermögens (bis zur Vertreibung bzw. Deportation), Hinweise auf Beschlagnahmungen, Reichsfluchtsteuerbescheide (vgl. RGBl I 1931, S. 699ff), Bescheide zur Zahlung der Judenvermögensabgabe (JUVA) (vgl. RGBl I 1938, S. 1579), Schätzgutachten zu Immobilien, Kunstsammlungen und – im Falle von Firmen oder Immobilienvermögen – auch Arisierungsbescheide der VVSt mit Hinweisen auf die Namen der Käufer. ]]></p>
        </scopecontent>
        <bibliography encodinganalog="3.5.4">
          <p><![CDATA[Alexander Mejstrik; Therese Garstenauer; Peter Melichar; Alexander Prenninger; Christa Putz; Sigrid Wadauer: Berufsschädigungen in der nationalsozialistischen Neuordnung der Arbeit. Vom österreichischen Berufsleben 1934 zum völkischen Schaffen 1938-1940, (Veröffentlichungen der Österreichischen Historikerkommission. Vermögensentzug während der NS-Zeit sowie Rückstellungen und Entschädigungen seit 1945 in Österreich, 16) Wien-München: 2004, S. 535–540.

Hubert Steiner, Christian Kucsera; Recht als Unrecht. Quellen zur wirtschaftlichen Entrechtung der Wiener Juden durch die NS-Vermögensverkehrsstelle (Publikationen des Österreichischen Staatsarchivs. Informationen des Archivs der Republik, 3) Wien: 1993.]]></p>
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        <otherfindaid encodinganalog="3.4.5">
          <p><![CDATA[http://www.archivinformationssystem.at/detail.aspx?ID=5784]]></p>
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